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Handweberei Hinder OHG

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Die Geschichte des Familienbetriebes Hinder

Auf über 60 Jahre ihres Bestehens kann die Handweberei Hinder inzwischen zurückblicken. Heute leiten die Brüder Gerhard und Werner Hinder mit ihrer Schwester Gudrun Wallmann den traditionsreichen handwerklichen Familienbetrieb.

Bereits in den 20er Jahren bereist Vater Heinrich Hinder mit einer Keramik Wanderausstellung deutsche Städte. Er besitzt neben der Sammlung von Keramikarbeiten schon einen Handwebstuhl, der später von Bedeutung sein wird. Durch die Ausstellungstätigkeit und den Handel in den verschiedenen Landstrichen mit ihren unterschiedlichsten handwerklichen Bräuchen und Techniken entsteht ein wertvolles Netzwerk zu Keramik-Handwerksbetrieben.

1948 ist das Gründungsjahr der Handweberei Hinder. Im heimischen Weidenhausen bei Gladenbach werden Webwaren hergestellt. Ein Schneider und Mutter Else Hinder, gelernte Schneiderin, verarbeiten den handgewebten Stoff zu Kleidungsstücken. Der Warenabsatz erfolgt wie früher auf Wanderausstellungen im unmittelbaren Kontakt zu den Kunden.

1956 baut Gerhard Hinder, inzwischen Textilingenieur, den Betrieb mit seinem Vater aus. Da der Platz in Weidenhausen für die Werkstatt und neue Verkaufsflächen nicht ausreicht, wird in Gladenbach ein Anwesen erworben, wo bis heute produziert und verkauft wird.

1964 treten der Bruder Werner Hinder und die Schwester Gudrun Wallmann, gelernte Bildteppichweberin, dem Betrieb bei. Sie bereichert das Angebot durch kunstvolle Wandteppiche nach eigenen Motiven und Entwürfen, während Werner Hinder sich in erster Linie den Keramiken verschreibt und das vom Vater aufgebaute Netz zu den Keramikwerkstätten erweitert. Anfang der 60er Jahre entsteht ein neuer Keramik-Ausstellungsraum, in dem jetzt die Keramik ihren festen Standort unter einem Dach mit der Handweberei hat. Hier entwickelt sich ein Forum für Keramikbetriebe aus ganz Deutschland, das auch jungen Künstlern die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren.

1970, nach dem Tod von Heinrich Hinder, wird die „Handweberei Hinder OHG“ gegründet.

Heute ist nach mehreren Umbauten im Laufe der Jahre ein großzügiges Werkstatt- und Verkaufsareal entstanden. Dem Prinzip der Warenherstellung und Verkauf vor Ort ist der Familienbetrieb treu geblieben. So ist es möglich, auf den Kunden individuell einzugehen, ihn zu beraten und auch ausgefallenen Wünschen gerecht zu werden.